Förderverein

Förderverein Freiwillige Feuerwehr

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Auszug aus der Chronik

75 Jahre Feuerwehr Lützellinden

 

Zusammengestellt von Klaus-Dieter Jung

22 Bürger meldeten sich am 1. April 1933 spontan im Rathaus im Beisein des damaligen Bürgermeisters Friedrich Engel bei der Gründungsversammlung der Freiwilligen Feuerwehr. Darunter waren auch einige Mitglieder der bis dahin
bestehenden Pflichtfeuerwehr, die nun aufgelöst werden konnte. Wilhelm Jung, Kommandant der Pflichtfeuerwehr wurde Ortsbrandmeister. Kaum 20 Tage war die Einsatzabteilung alt, da rief die Feuerglocke zum ersten Einsatz: Das Anwesen des Straßenwärters Heinrich Jung brannte. Schnell waren die Männer am Brandherd, aus einem Brunnen wurden die beiden Handfeuerwehrspritzen versorgt, es gab noch keine Wasserleitung. Die angrenzenden Gebäude wurden gerettet. Und für die Freiwilligen gab es Lob vom Wetzlarer Kreisbrandmeister Vogels: „Die neu gegründete Feuerwehr hat gut beeindruckt“. Auch die Gemeindeväter  schienen beeindruckt, kurzerhand stellten sie den Einsatzkräften Uniformen und Helme zur Verfügung. Stolz zeigten sich die Wehrmänner bei einem Umzug durch das Dorf in ihrer neuen Kluft. Weil die Wege weit und die Löschwasserversorgung schlecht war, beschaffte die Gemeinde einen Mannschaftswagen, ein Horch Coupe, der seinesgleichen suchte. Dieses besonders Fahrzeug lockte einige Männer mit technischem Verständnis und Autoführerschein an, sie traten der Feuerwehr bei. Die Übungen fanden am Spritzenhaus an der Kirche statt.

1938 wurde die Feuerwehr zur Hilfspolizei bzw. zur Feuerschutzpolizei erklärt. Und die Freiwilligkeit wurde zur Pflicht, die Rechte der Feuerwehrangehörigen beschnitten, 44 waren im Dorf davon betroffen. 1946 veranlasste der Landrat die Bildung von Dorffeuerwehren. Der Brandschutz ist wieder Sache der Gemeinden, die Freiwilligen Feuerwehren erhielten den Status von Vereinen. Aber es interessierte sich niemand für eine Mitarbeit. Das schöne Fahrzeug fand Gefallen bei den amerikanischen Soldaten, sie fuhren es regelrecht zu Schrott. Dennoch fanden sich 30 Männer bereit, den freiwilligen Dienst unter dem neuen Ortsbrandmeister Friedrich Schnorr aufzunehmen. Die ersten der 1946 Eingetretenen quittierten 1948 den Dienst. Vier Männer hielten aber durch, es waren Alwin Spengler, Albert Arnold, Otto Lenz und Erich Schnorr. 1952 stand wieder eine Pflichtfeuerwehr zur Debatte, 20 junge Männer fanden sich jedoch freiwillig für den Dienst am Nächsten bereit. 1968 gab es einen Aufschwung bei unserer Feuerwehr, 16 junge Männer traten ein. Insgesamt 35 Wehrmänner standen im Kampf gegen den roten Hahn bereit, der höchste Stand an Aktiven bisher in der Geschichte. Die Mitgliederzahlen im Verein stiegen stetig an. Kameradschaft und die Geselligkeit wurden gepflegt, so ist es bis heute guter Brauch bei Hochzeiten Spalier zu stehen und dem jungen Paar Glück zu wünschen. Auch beim Ortssporttag war die Feuerwehr mit von der Partie, kräftige Männer stemmten sich beim Tauziehen in die Seile.

Unter Downloads finden sie den
Mitgliedsantrag zum Herunterladen.

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